Türchen 9: Sportweekend 88

Sepps „KTV-Moment“ ist das erste Sportweekend in der Geschichte des KTV Menznaus. Die Reise damals führte ins Bündnerland, die anschliessende Wanderung ins Restaurant…

Anmeldetalon für das Sportweekend 1988

VORNAME/NAME:

Sepp Schärli

KTV-BEITRITT:

1976

DEINE SPORTARTEN IM KTV:

Korbball (Flügel)

AKTUELLER KTV-STATUS:

Aktives Ehrenmitglied

WANN FAND DEIN KTV-MOMENT STATT?

1.-4. September 1988

BESCHREIBE DEINEN KTV-MOMENT…

Für mich sind eigentlich alle Sportweekends und alle Sportwochen legendär. Ganz speziell ist mir persönlich das erste Sportweekend auf der Lenzerheide in Erinnerung geblieben. Natürlich schon deshalb, weil es das erste Sportweekend der Vereinsgeschichte war und wir vom Vorstand natürlich nicht so recht wussten, was da alles auf uns zukommen würde. Deshalb sind wir auch paar Wochen vorher auf die Lenzerheide rekognoszieren gegangen.

Bereits am ersten Abend wurde es sehr amüsant, denn wir besuchten gemeinsam einen Cabaret-Abend vom «Cabaret Marcocello», die zufällig zur gleichen Zeit auf der Lenzerheide gastierten. Marco Rima und Marcello Weber waren zu diesem Zeitpunkt nur Insidern bekannt, einer davon war ich, weil ich zusammen mit Marco Militärdienst geleistet hatte. So durften wir dann in unserer Unterkunft noch 2-3 Privat-Darbietungen der beiden geniessen. Der Eintrag im Jahresbericht des Präsidenten sagt über diesen Abend alles aus: «gesamter Weinvorrat verschwindet bereits in der ersten Nacht».

Bei strömendem Regen wurde die Tagwache am zweiten Tag, zur allgemeinen Freude, nach hinten verschoben. Wen wunderts? Beim späteren Hallenbadbesuch holten dann halt einige den Sonnenbrand in der Sauna.

Für den dritten Tag war eine Wanderung angesagt. Wir haben uns gesagt, nicht zu streng, aber immerhin eine sportliche Betätigung. Ganz nach dem Motto… «de Kudi dä geds Tempo ah…». Da eine Bergwanderung bekanntlich durstig macht, kehrten wir bereits nach ungefähr einer halben Stunde Wanderzeit etwas oberhalb von Lenzerheide in das Bergbeizli «Spoina» ein. Angesagt war eine Fontessa-Elm-Runde. Daraus wurde eine zweite, eine dritte, … .Dazu im Jahresbericht: «ab der zweiten Runde wurde geistreicheres Getränk bestellt».

Es folgten weitere Runden-Spenden – eine um die andere. Auch die Serviertochter liess sich nicht lumpen und sogar ein aus «Bünzen» dazu gestossener Gast offerierte eine Runde Kafi-Luz. Natürlich wurde dabei viel gesungen, und sicher war auch das «Hebt an das Dingda» dabei und alle vergassen die Zeit … Am Schluss kam es soweit, dass wir den ganzen Wandertag im «Spoina» verbracht haben und dann irgendwann im späteren Nachmittag «einzelsprungweise» den Heimweg in unsere Unterkunft antreten mussten.

Dies war ein extrem lässiger Tag und ich denke, jeder der damals dabei war erinnert sich noch heute amüsiert an diese lustige Begebenheit «Wanderung» im Spoina.

WELCHE ROLLE HAST DU GESPIELT AN DIESEM KTV-MOMENT?

Ich war damals Präsident und musste dann den ganzen «Landschaden», den die Truppe verursacht hatte, verantworten. Nein im Ernst, es war natürlich überhaupt nicht schlimm.

WELCHE GUTEN MOMENTE NEBST DEINEM GENANNTEN KTV-MOMENT GIBT ES SONST NOCH?

Da könnte ich wahrscheinlich Hunderte aufschreiben. Eine ganz kleine Auslese davon:

-In den 70er- und 80er Jahren: die vielen unvergesslichen Pokalfeiern am Sonntag-Abend im Lamm, natürlich nach gewonnenen Korbball-Schlachten.

-Die legendären zweitägigen Wander-Weekends mit mehrstündigen Singrunden.

-Die «Feldflaschenbechergedenkwettschiessen» in der Fontanne, die wir jeweils für die frisch der RS entlassenen Soldaten feierten. Dabei waren wir auf unseren Feldweibel Chregu Rohrer angewiesen, welcher uns das «Sprengmaterial» liefern musste.

-Echte Herausforderungen bildeten die verschiedenen Shows, die wir mit dem Mini-Trampolin für die 1. August-Feiern eingeübt hatten. Meistens jeweils als Höhepunkt mit Hechtrollen über meinen „Döschwo“. Für die gröbsten Sprünge war jeweils Lipp Oli sen. zuständig. Danach wurden die Darbietungen immer zünftig gefeiert.

-Nicht zu vergessen das erste Dorfturnier, welches natürlich auch seine eigene Geschichte geschrieben hat und die vielen wunderbaren, folgenden Dorfturniere.

-Sportlich: einige Aufstiegsspiele, als wir manchmal sogar an die Nati-B-Türe geklopft haben, aber aufgegangen ist sie nie …

-Auch sehr lässig fand ich in den letzten Jahren das Hinterländer Sportfest in Zell.

-Zusammen mit Urs Wermelinger als Co-Trainer die U20-Meisterschaft im Jahr 2016/17, in welcher wir den Vize-Schweizermeistertitel eingefahren haben. Davon ist mir vor allem die gemeinsame Heimfahrt im Bus mit verschiedenen Kreisel-Zusatzumrundungen in bester Erinnerung geblieben.

-und, und, und …

KURZ UND KNAPP…

DEIN KTV-MITSPIELER, MIT DEM DU DIE MEISTEN SPIELE ABSOLVIERT HAST: Aus den früheren Jahren Erwin, Hausi 56 und Kudi … und nun kommt Lönzu dieser Marke wahrscheinlich ebenfalls schon sehr nahe.

MR. KTV IST:

– Sportlich würde ich Hans Brunner, früherer Oberturner, nennen, welcher zu seiner Zeit eine schweizweite Top-100-m-Zeit hinlegte und auch im Dreisprung zu den Besten gehörte. Fragt sich nur, wie er in den 60er-Jahren dies in Menznau geübt hat…

– Im Korbball möchte ich diese Auszeichnung Res Steinmann zusprechen. Er hat mit seinen Fähigkeiten sicherlich oft den Unterschied ausgemacht und die erfolgreiche Mannschaft der letzten Jahre massgeblich geprägt.

– Im Nachwuchsbereich gehört diese Auszeichnung in unserem Verein unbedingt Peter Pfyffer

-Und für die tolle Verbandsarbeit und, und, und… ist für mich Edgar Wicki ein „Mr. KTV“

WELCHEM KTV-MITGLIED VERTRAUST DU DEN SCHWEIZERMEISTERSCHAFTS-PENALTY AN: meinem Sohn Andri

DIE KTV-REISE 2021 SOLLTE NACH … FÜHREN: Irgendwie habe ich es wie Sämi, der gerne mit dem Zug fahren würde, aber ich würde halt «cheibe gärn» nach Irland reisen.

KTV Menznau